Es ist wieder GartenArt-Zeit.

Gartenliebhaber wissen: Nach der Bauphase wird es eigentlich erst so richtig spannend im grünen Wohnzimmer, wenn die Natur ihre Arbeit aufnimmt, die Erde in den Beeten allmählich nicht mehr zu sehen ist, der Rasen robust und die Hecke dicht wird. Da zeigt sich: Im Garten sind die Schönheit und die Zeit enge Verbündete.

Deshalb hat sich unsere Redaktionsteam für die aktuelle Ausgabe der GartenArt auch einmal intensiv damit beschäftigt, welche Bedeutung der Faktor Zeit für einen Garen hat. Außerdem begleiten wir einen alten Apfelbaum auf seinem Weg aus der Baumschule in eine neues Zuhause und tauchen ein in die unendliche Vielfalt der Pflanzen und ihre Rolle bei der Gartengestaltung.

Und jenseits des Gartenzauns? Da empfehlen wir zum Beispiel einen Blick Richtung South Carolina oder auch auf den Kartoffelacker. Hier wie dort lassen sich vielfältige sinnliche Entdeckungen machen. Genauso wie auch auf den übrigen Seiten der neuen GartenArt.

 

Mit besten Grüßen

Klaus Gröning


Mein Garten. Mein Zuhause.

Die Farbe und der Garten

Der Garten ist das Gemälde vor dem Fenster, das 365 Tage im Jahr die Blicke auf sich zieht. Und wie bei einem Gemälde sind es auch im Garten die Farben, die den Charakter bestimmen, Emotionen beim Betrachter wecken. In welchen Tönen sich das Bild präsentiert, hängt natürlich vom Geschmack des Gartenbesitzers und seiner Pflanzenwahl ab. Doch anders als das Gemälde an der Wand unterliegt das gegärtnerte vor dem Fenster einem stetigen Wandel. Das macht seine Betrachtung umso abwechslungsreicher, seine Gestaltung aber anspruchsvoll. Schließlich sind die aus der Palette von Mutter Natur gewählten Farben nicht von Dauer, sondern werden von anderen abgelöst, und auch Formen und Proportionen haben kaum Bestand. Wer aber sein Gartenbild nicht nur fur den Augenblick entwirft, sich des Kaleidoskops der Jahreszeiten, des Potentials von Wachstum und Vergänglichkeit bewusst ist, wird belohnt mit einer unendlichen Fulle an Eindrucken und Spielarten von Schönheit.