Es ist wieder GartenArt-Zeit.

Unser Magazin riecht allenfalls nach Druckfarbe, wäre wohl keine Gaumenfreude, würden Sie hineinbeißen, und Geräusche macht es höchstens beim Umblättern. Und dennoch präsentiert sich die aktuelle Ausgabe der GartenArt einmal mehr als rundum sinnliches Erlebnis. Wer sich mit uns auf einen gang über die Märkte gleich mehrerer europäischer Metropolen einlässt, kann eintauchen in dieses unvergleichliche Gemisch aus Aromen, Farben und Geräuschen, das so viel über die Menschen und ihre Kultur erzählt. Die klirrend kalte Winterluft auf der Haut spürt, wer die riesigen Schneebilder von Simon Beck betrachtet, und die Blumeninstallationen von Rebecca Louise Law lassen gar an eine Sinnestäuschung denken. Auf den Spuren von Alice im Wunderland begeben wir uns dann noch in ein Literaturgenre, in dem die herkömmlichen Gesetzte der Sinneswahrnehmungen schon einmal außer Kraft gesetzt sind, oder haben Sei schon einmal eine grinsende Katze allmählich aus einer Baumkrone verschwinden sehen?



Ganz real und dennoch sinnlich präsentieren sich hingegen unsere Gartenthemen: Wir zeigen, wie schön Beerensträucher einen winterlichen Garten machen können und wie man kleine Grundstücke optimal in Szene setzt. Und wer seine Sinnenfreude am Garten in der kommenden Saison noch steigern möchte, interessiert sich viellicht für unsere kleine Badegewässerkunde oder den gekonnten Einsatz von Frühblühern?

Wir wünschen eine genussvolle und anregende Lektüre!

Herzliche Grüße
Klaus Gröning


Mein Garten. Mein Zuhause.

Der Garten und die Sinne

Der Garten ist in jeder Hinsicht ein Eldorado für die Sinne – und zwar für alle: aromatische Kräuter, rauschende Blätter, bunte Blüten, knirschender Kies, sonnenwarmes Holz, süße Erdbeeren, feuchte Erde, summende Bienen … Diese Aufzählung von Dingen aus dem Garten, die für sinnliche Eindrücke sorgen, ließe sich fast unendlich weiterführen. Sie zeigt aber nicht nur die Vielfalt dessen auf, was einen Garten zum sinnlichen Ort macht, sondern auch, dass es bei seiner Anlage eine Unzahl von Faktoren zu berücksichtigen gilt, um ihn so zu komponieren, dass sich ein harmonisches Gesamtgebilde ergibt. Das ist enorm wichtig, denn so wenig man den einzelnen Reiz wahrnimmt, solange alles im Gleichgewicht ist, so störend wirkt sich eine noch so kleine Unwucht auf das gesamte Räderwerk aus – und das Gartenwohlgefühl ist dahin. Also: Alle Sinne auf Empfang bei der Gartengestaltung!